I and I

ThankYouMOart
Ihr wisst schon wofür!

Bild gefunden hier über hier.

Hab gestern folgende Beleidigung Einladung erhalten:

"Wat machst du silvester? Wir haben ein paar nette leute eingeladen und wenn du lust hast bist du auch herzlich willkommen..."

Maerz06017

Na da bin ich doch dabei!!!

dogshit
Sachen gibt's...

29122006-003-
Ja, ich habe euch gehört, und werde in zukunft wieder mehr bieten. Musste hier erst mal aufräumen.

beechcraftYeah, bin zurück aus Südamerika und hab die Sonne mitgebracht. Venezuela ist ein tolles Land. Ich selbst hab zwar nicht allzuviel davon gesehen, aber die Erzählungen meiner Reisebekanntschaften reichen aus, um mit Sicherheit sagen zu können: Da heiz ich nochmal hin!!
Zum Teil ist es natürlich auch ein wenig gefährlich dort. Am Tag vor meiner Ankunft war zum Beispiel gerade ein Busfahrer in der Nähe des Flughafens erschossen worden.
Und ich bin am nächsten Morgen Zeuge einer recht brutalen Festnahme zweier Jugendlicher geworden. Hätte wohl nicht viel gefehlt, und der Polizist hätte ein paar Schüsse aus seiner [verdammt großen] Faustfeuerwaffe abgegeben. Noch was anderes sind die Motorrad-Schwadronen der Polizei. Ausgestattet mit roten Enduros, automatischen Waffen, Stahlhelmen und ballistischen Westen durchstreift ein halbes Dutzend Uniformierter die Strassen von Caracas auf der Suche nach bösen Buben. Sowas kannte ich bisher nur aus mäßigen Ami-Filmen. Aber mal hübsch eins nach dem anderen.

Nach zehn Stunden Flug in der Business Class eines großen deutschen Carriers, [verdammt dekadent, ich weiss, aber es lohnt sich] wurde ich am Flughafen abgeholt und in ein Hotel gebracht. Das kann ich nur empfehlen, denn die Gestalten, die am Flughafen ihre "Hilfe" anbieten, sind noch zwielichtiger als die Taxifahrer, die einen dann mitnehmen sollen. Darüber gibt's die haarsträubensten Geschichten.
Am nächsten morgen ging es dann, mit leichtem Hexenschuss, weiter mit einer Beechcraft 1900 Richtung Osten nach Carupano. Auch dort wurde ich abgeholt und direkt in meine Unterkunft gebracht und mit einem kühlen Bier begrüsst. Soweit, so gut.
Um meine Rückenschmerzen zu lindern bin ich dann erstmal an den 50 Meter entfernten Strand. War nicht ganz so schlau von mir. Die Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit ist vor Ort ziemlich intensiv, und der erste leichte Sonnenbrand kennzeichnete mich als Weichei Nordeuropäer mit empfindlicher Haut. Ich bin im Laufe der nächsten Tage auch lieber mit Shirt ins Wasser gegangen.
Danach gab's dann lecker Essen aus der Hauseigenen Küche und später dann reichlich Cervezas an der Bar.
Und so verliefen dann die folgenden Tage. Lange geschlafen, viel gelesen, Strand, sehr gutes Essen und immer kaltes Bier. Ein Traum.
Da die Posada Nena u.a. als Basis für zahlreiche, gut organisierte Touren bekannt ist, kamen und gingen im Laufe der Zeit Menschen aus aller Herren Länder und berichteten von der Schönheit und der Vielfalt des Landes. Hat mich sehr beeindruckt, aber nicht so sehr, daß ich meinen Platz in der Hängematte gegen einen ausgedehnten Trekkingtrip durch den tropischen Regenwald eingetauscht hätte. Ich wollte einfach nur lenzen, und zwar faul. Und das ist mir, wie ich finde, sehr gut gelungen. Irgendwann wusste ich schon nicht mehr, wie ich heiße welcher Tag gerade ist.
Bald schon kam der Tag meiner Abreise und voller Wehmut machte ich mich auf den Heimweg.
Am Flughafen von Carupano wurde ich noch mal kurz etwas nervös, weil das Militär den Flughafen für ihre, mir nicht näher bekannten Zwecke blockierte. [Ich hoffe, in der Kiste, die durch's Terminal geschleppt wurde, befand sich nur reichlich Bier auf Eis für einen Grillabend unter Offizieren...]
Mit anderthalb Stunden Verspätung kam ich dann endlich in Caracas an. Hier hieß es dann schnell zum Check-in zu kommen, denn als Stand-by Passagier hatte ich keine Lust, noch zwei Tage extra in Caracas zu verbringen.
Aber Badekappe. Erst wurde mein Handgepäck durchsucht, ging ja noch, dann weiter und Zack!, wollte auch noch jemand einen Blick in meine Reisetasche werfen. Langsam wurde es knapp. Ich geb ja zu, in schwarzem Anzug mit schwarzem Hemd, Diesel Star Shields, Combat Rucksack und Charlie-Bronson-Oliba glich ich eher dem stereotypen Drogenbaron als einem Urlauber. Aber nachdem die ungläubigen katholischen Zollbeamten endlich einsehen wollten, daß ich mich zu rein touristischen Zwecken in ihrem schönen Land aufgehalten hatte, kam ich dann doch noch rechtzeitig zum Schalter.
Da hieß es dann: Bitte kommen sie in 20 Minuten nochmal wieder, der Flieger ist sehr voll. Vielleicht bekommen Sie einen Platz auf einen Jump-Seat!
Albtraum! Zwanzig Minuten schwitzte ich Blut und Wasser, wie ein 6jähriger vor dem ersten Schultag.
Aber ich hatte Glück. Ich bekam meinen Platz im Flieger, kaufte in aller Eile ein, um meine restlichen Bolivars loszuwerden und ab ging es Richtung Frankfurt.
Mir fiel dazu nur ein: Flasche Ron Anniversario - 15 Dollar, Stange Zigaretten - 12 Dollar, ein Stand-by Business Seat auf den letzten Drücker - unbezahlbar

crimebagSo wie sich das Leben um mich herum gerade anfühlt, werde ich meinen nächsten Urlaub wohl in dem hübschen Ort Seifen verbringen. Möglicherweise ist dort die Welt noch in Ordnung.
Allem Anschein nach haben noch nicht alle Menschen den Verstand vollends verloren. Aber es werden immer mehr.
Ich frage mich jeden Tag, wann die Menschen aufhören, den Unsinn, der ihnen jeden Tag von den Medien um die Ohren genallt wird, auch noch zu leben.
Geeez, ich hab so satt, so tun zu müssen, als wär ich ein
230.402.457 − 1klassiger Schauspieler in einer Theateraufführung, deren Handlung das sprichwörtliche Bodenlose in einen Schatten stellt, der den Erdball gefrieren lassen könnte.
Aber es bleibt mir nichts anderes übrig. Ich muss einfach durchhalten, bis der Vorhang fällt. Einfach munter drauf los. Schließlich bin ich Einig Vaterland, Regierungschefin, und Oberhaupt der Katholischen Kirche in Personalunion. Gut, daß ich mein Freund bin, wenn der Rest der Welt bei mir zu Gast ist.
Ich freue mich schon auf den Rest des 2006. Aktes. vielleicht wird das eine aufgepimpte Version des 1521. Aktes. Wer weiß? Im Zeitalter der Stand-Up-Comedy ist der Ausgang noch ungewiss.
Aber eins ist mir sonnenklar: Ich will auch dieses Mal wieder die Lacher auf meiner Seite haben.
Sollen die Angstmacher doch ihre Show abziehen.
Bei mir können sie damit keinen Preis gewinnen.
HAH!!! Ich lache euch aus!
Was das mit einem kleinen Ort im Westerwald zu tun hat?
Nichts, wieso?

crossesDie Wärme der letzten Umarmung verlässt langsam meinen Körper.
Die Kälte verzehrt mich schneller als Feuer.
Der Klang der letzten Worte verhallt langsam in meinen Ohren.
Die Stille um mich schlägt mich mit Taubheit.
Das Gefühl der Nähe will dennoch nicht weichen.
Ob "weil" oder "trotzdem" vermag ich nicht zu ergründen.
Ich stehe am Anfang und am Ende.

Na das ist jawohl selbstverständlich,titte daß sich meine Titten für Freiheit nicht zu schade sind!
[edit] Nippel verhärtet durch Schroeders Beitrag
über "Titten gegen Rassismus"

So, da isser wieder. Nach erfolgreich abgeschlossener Rekonvaleszens in der kalten Heimat bin ich nun wieder bereit für den täglichen deutschen Wahnsinn. Natürlich kam ich nicht umhin, mich mit den üblichen Souvenirs auszustatten. Auch auf die Gefahr hin, daß der ein oder andere geneigte Leser hier vor Neid mit dem Fuß auf den Boden stampft, zeige ich diese [zugegebenermaßen rudimentären] Selbstportraits:
YKSI
hellsinki
Ja KAKSI
suomi

SEUnited Exit SignHlopes_s