Yeah, bin zurück aus Südamerika und hab die Sonne mitgebracht. Venezuela ist ein tolles Land. Ich selbst hab zwar nicht allzuviel davon gesehen, aber die Erzählungen meiner Reisebekanntschaften reichen aus, um mit Sicherheit sagen zu können: Da heiz ich nochmal hin!!Zum Teil ist es natürlich auch ein wenig gefährlich dort. Am Tag vor meiner Ankunft war zum Beispiel gerade ein Busfahrer in der Nähe des Flughafens erschossen worden.
Und ich bin am nächsten Morgen Zeuge einer recht brutalen Festnahme zweier Jugendlicher geworden. Hätte wohl nicht viel gefehlt, und der Polizist hätte ein paar Schüsse aus seiner [verdammt großen] Faustfeuerwaffe abgegeben. Noch was anderes sind die Motorrad-Schwadronen der Polizei. Ausgestattet mit roten Enduros, automatischen Waffen, Stahlhelmen und ballistischen Westen durchstreift ein halbes Dutzend Uniformierter die Strassen von Caracas auf der Suche nach bösen Buben. Sowas kannte ich bisher nur aus mäßigen Ami-Filmen. Aber mal hübsch eins nach dem anderen.
Nach zehn Stunden Flug in der Business Class eines großen deutschen Carriers, [verdammt dekadent, ich weiss, aber es lohnt sich] wurde ich am Flughafen abgeholt und in ein Hotel gebracht. Das kann ich nur empfehlen, denn die Gestalten, die am Flughafen ihre "Hilfe" anbieten, sind noch zwielichtiger als die Taxifahrer, die einen dann mitnehmen sollen. Darüber gibt's die haarsträubensten Geschichten.
Am nächsten morgen ging es dann, mit leichtem Hexenschuss, weiter mit einer Beechcraft 1900 Richtung Osten nach Carupano. Auch dort wurde ich abgeholt und direkt in meine Unterkunft gebracht und mit einem kühlen Bier begrüsst. Soweit, so gut.
Um meine Rückenschmerzen zu lindern bin ich dann erstmal an den 50 Meter entfernten Strand. War nicht ganz so schlau von mir. Die Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit ist vor Ort ziemlich intensiv, und der erste leichte Sonnenbrand kennzeichnete mich als
Danach gab's dann lecker Essen aus der Hauseigenen Küche und später dann reichlich Cervezas an der Bar.
Und so verliefen dann die folgenden Tage. Lange geschlafen, viel gelesen, Strand, sehr gutes Essen und immer kaltes Bier. Ein Traum.
Da die Posada Nena u.a. als Basis für zahlreiche, gut organisierte Touren bekannt ist, kamen und gingen im Laufe der Zeit Menschen aus aller Herren Länder und berichteten von der Schönheit und der Vielfalt des Landes. Hat mich sehr beeindruckt, aber nicht so sehr, daß ich meinen Platz in der Hängematte gegen einen ausgedehnten Trekkingtrip durch den tropischen Regenwald eingetauscht hätte. Ich wollte einfach nur lenzen, und zwar faul. Und das ist mir, wie ich finde, sehr gut gelungen. Irgendwann wusste ich schon nicht mehr,
Bald schon kam der Tag meiner Abreise und voller Wehmut machte ich mich auf den Heimweg.
Am Flughafen von Carupano wurde ich noch mal kurz etwas nervös, weil das Militär den Flughafen für ihre, mir nicht näher bekannten Zwecke blockierte. [Ich hoffe, in der Kiste, die durch's Terminal geschleppt wurde, befand sich nur reichlich Bier auf Eis für einen Grillabend unter Offizieren...]
Mit anderthalb Stunden Verspätung kam ich dann endlich in Caracas an. Hier hieß es dann schnell zum Check-in zu kommen, denn als Stand-by Passagier hatte ich keine Lust, noch zwei Tage extra in Caracas zu verbringen.
Aber Badekappe. Erst wurde mein Handgepäck durchsucht, ging ja noch, dann weiter und Zack!, wollte auch noch jemand einen Blick in meine Reisetasche werfen. Langsam wurde es knapp. Ich geb ja zu, in schwarzem Anzug mit schwarzem Hemd, Diesel Star Shields, Combat Rucksack und Charlie-Bronson-Oliba glich ich eher dem stereotypen Drogenbaron als einem Urlauber. Aber nachdem die
Da hieß es dann: Bitte kommen sie in 20 Minuten nochmal wieder, der Flieger ist sehr voll. Vielleicht bekommen Sie einen Platz auf einen Jump-Seat!
Albtraum! Zwanzig Minuten schwitzte ich Blut und Wasser, wie ein 6jähriger vor dem ersten Schultag.
Aber ich hatte Glück. Ich bekam meinen Platz im Flieger, kaufte in aller Eile ein, um meine restlichen Bolivars loszuwerden und ab ging es Richtung Frankfurt.
Mir fiel dazu nur ein: Flasche Ron Anniversario - 15 Dollar, Stange Zigaretten - 12 Dollar, ein Stand-by Business Seat auf den letzten Drücker - unbezahlbar
didier meinte am 8. Jun, 20:01:
ist n Hammer
Hossa...das hört sich doch schön an.
Einfach mal rumhängen.
Coole Shice das!
Ich will auch in den Süden....
...stattdessen wird's dies Jahr 'Wandern in der Schweiz'.
Naja... Standbyfleigerei mit 'Regierung und Zwergling' will ich lieber nicht ausprobieren.
Hasta Canasta
oder so
Didier
Mika meinte am 8. Jun, 22:22:
Kompass
Die Schweiz liegt doch immer noch südlich von Hamburg, oder? Brüscht z'samma!
Fudde (anonym) meinte am 22. Jun, 22:34:
ich kenne eine beneidenswerte drecksau
geilo da will i och ma hin !by the way:
wann wird der wodka zu ende getrunken herr general ??
ich kann den ganz alein nicht geniessen.
madmoiselle ist ja in 3 wochen in norwegen dann hab ich hier 2 wochen ruhe ohne kids usw.
es darf gegrillt werden.
greetz aus LG die olle RUMSMURMEL
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