Bloss gut, daß das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Bin gerade aus der Hauptstadt zurückgekehrt an die Waterkant und immer noch fassungslos über das, was wir beim Besuch des Holocaust Mahnmals hören mussten. Als eine kleine Gruppe junger, vermutlich südeuropäischer Frauen fröhlich schnatternd durch das Stelenfeld genannte Meer von Steinquardern schlenderte, ertönte plötzlich eine strenge Lehrerinnenstimme:
Sie wissen schon, wo sie hier sind?
Der schneidende, rechtschaffene Unterton jagte uns kalte Schauer über den Rücken. Ja genau, dachte ich, wo sind wir denn hier, und woher nimmt diese dusselige Kuh das Recht anderen vorzuschreiben, wie man sich andächtig zu verhalten hat? Wenn jemand lachend das Mahnmal auf sich wirken lässt, dann bestimmt nicht aus mangelndem Respekt gegenüber den Toten. Ganz im Gegenteil. Schließlich werden wir ja unter anderem auch gemahnt, das Leben nicht zu Ernst zu nehmen. Am liebsten hätte ich dieser impertinenten Person einen deutschen Gruß entgegengebrüllt, der in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts en Vogue war. Zum Glück erinnerte ich mich daran, wo wir waren, und ich konnte meine vom Glühwein schwere Zunge im Zaum halten, sonst wäre die Lage sicher eskaliert. Der knappe Zeitplan ließ auch keine langen Diskussionen zu, und so wandten wir uns nur kopfschüttelnd ab und verschwanden in der Dunkelheit.

Bin gerade aus der Hauptstadt zurückgekehrt an die Waterkant und immer noch fassungslos über das, was wir beim Besuch des Holocaust Mahnmals hören mussten. Als eine kleine Gruppe junger, vermutlich südeuropäischer Frauen fröhlich schnatternd durch das Stelenfeld genannte Meer von Steinquardern schlenderte, ertönte plötzlich eine strenge Lehrerinnenstimme:
Sie wissen schon, wo sie hier sind?
Der schneidende, rechtschaffene Unterton jagte uns kalte Schauer über den Rücken. Ja genau, dachte ich, wo sind wir denn hier, und woher nimmt diese dusselige Kuh das Recht anderen vorzuschreiben, wie man sich andächtig zu verhalten hat? Wenn jemand lachend das Mahnmal auf sich wirken lässt, dann bestimmt nicht aus mangelndem Respekt gegenüber den Toten. Ganz im Gegenteil. Schließlich werden wir ja unter anderem auch gemahnt, das Leben nicht zu Ernst zu nehmen. Am liebsten hätte ich dieser impertinenten Person einen deutschen Gruß entgegengebrüllt, der in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts en Vogue war. Zum Glück erinnerte ich mich daran, wo wir waren, und ich konnte meine vom Glühwein schwere Zunge im Zaum halten, sonst wäre die Lage sicher eskaliert. Der knappe Zeitplan ließ auch keine langen Diskussionen zu, und so wandten wir uns nur kopfschüttelnd ab und verschwanden in der Dunkelheit.
Mika - am 27. Nov, 23:26 - Rubrik: Meine kleinen Genies
burnston meinte am 28. Nov, 00:12:
Bemerkenswert ist es nun aber schon, dass unser schönes Mahnmal so zum Schlendern und Plaudern einlädt. Nicht dass ich der Kuh nach dem Rüssel reden möchte, aber ermahnen tun dort wohl wirklich nur Leute wie die.
Mika meinte am 28. Nov, 16:08:
Dabei sein
Klar ist das bemerkenswert. Ich finde es auf jeden Fall toll dort, und lasse mir das auch nicht verderben. Vielleicht hab ich ja das nächste mal etwas mehr Zeit. ;-)In Zukunft werde ich das Mahnmal als Programmpunkt in jeden Berlintrip einbauen. Mal sehen ob es klappt.
schroeder meinte am 29. Nov, 09:55:
Oha... du warst zwischen den Stelen? Ohne mich? Beim nächsten Mal Berlin muss ich diese Erfahrung dann auch machen...
Mika meinte am 29. Nov, 13:25:
Wie, "ohne mich" ?
Wenn man den richtigen Guide hat, dann landet man auch zwischen den Stelen. Und der gute Hercules ist für sowas immer zu haben. Und das nächste mal Berlin wäre dann ja für dich Silvester... ;-)
schroedinski (anonym) meinte am 7. Dez, 15:36:
und?...
Wie wars im finnischen Konsulat? Wurde wieder viel vermittelnd gelacht?~~teace~~
Du kannst dich hier 
